Ich bin eine Hanffreundin! 3/2018

 

Warum gibt es eigentlich so wenige Frauen, von denen man weiß, dass sie Cannabis konsumieren oder konsumiert haben? Oder die begeistert davon erzählen - wie es einige Männer hin und wieder tun? Nicht junge, kicherige Mädels. Frauen! Weil es tatsächlich weniger Frauen unter den Konsumenten gibt? Oder weil sie weniger oft davon erzählen? Ist kiffen männlich? Absurder Gedanke!

Oder ist Kiffen für Frauen verbotener als für Männer? Wie reagiert die Gesellschaft, wenn Männer erwischt werden? Und wie bei Frauen? Ganz bestimmt nicht gleich!

 

Ich frage mich: Gibt es eigentlich Fussballerfrauen, die ihre eigene Hanfsorte kreieren? Nie gehört. Aber Fußballspielerinnenmänner auch nicht. Frauen und Cannabis - das scheint in der Öffentlichkeit dennoch weniger gut anzukommen. Deshalb setzten sich auch nur wenige Frauen für eine Legalisierung ein. In Sachen Medizinal-Cannabis sieht es wohl anders aus. Hier ist die Akzeptanz bei Frauen ganz besonders hoch. Und zwar bei den älteren Damen. Okay, jene sind auch öfter krank als junge Frauen. Und viele wollten sicherlich schon öfter mal ihren überfüllten Medizinschrank ausmisten. Sie haben sich nur nie getraut ... Aber jetzt gibt's Hanf: gegen die brüchigen Knochen, die Migräne, die Arthritis, die chronischen Schmerzen, den Reizdarm! Schlimmer als all die anderen Medikamente kann es nicht sein ... Wenn da nicht der nötige Arztbesuch wäre ... Hier fehlt Frauen dann wohl wieder der Mumm, nachzufragen und auf eine Cannabis-Therapie zu bestehen. Dabei kann die Hanfmedizin auf eine seher, sehr lange Geschichte zurückblicken. Noch vor ein paar Jahrzehnten war es völlig normal, Hanf als Medikament zu verschreiben.

Queen Victoria soll zum Beispiel THC-Hanf gegen ihre Regelbeschwerden genutz haben. Für sie war Hanf noch eine stinknormale Heilpflanze, die die Welt ein bisschen besser machte. Ob sie ab und zu auch außerhalb der besagten Tage konsumierte? Friedlich, allein, hinter zugezohgenen Vorhängen? Zwecks Entspannung? Vielleicht ist dies auch die Art des Konsums, die sich viele Frauen wünschen würden: ein bisschen Entspannung, nebenbei eine gute Massage, nicht zu viel Nebel, nicht zu viel ... Sie wissen schon. Vielleicht nicht gerade rauchen. Lieber verdampfen. Oder was spricht gegen leckere Hanfkekse? Frauen backen doch so gerne! Gut, ich eher nicht. Aber ich bin eine gute Esserin!

 

Eine Debatte über die Pflanze Hanf ließe sich in der Gesellschaft wahrscheinlich deutlich einfacher führen, wenn mehr Frauen daran beteiligt wären. Also los, Mädels! Informieren! Mitreden! Und nicht vergessen: Hanf kann man auch ohne Rausch genießen ... wenn's unbedingt sein muss. Kann man ja wenigstens Hanfnüsse knabbern ...

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hanfblüten verdampfen - Steinzeitmethoden?     3/2018

 

Die Pharmaindustrie ist nicht wirklich begeistert, wenn Ärztinnen und Ärzte Cannabis-Blüten verschreiben, statt (teil-)syntehetisch hergestellte Arzneimittel. „Wissenschaftlich gesehen ist der Einsatz von Cannabisblüten eine Steinzeit-Therapie“, meinte Dr. Christian Ude auf einem Bionorica ethics-Workshop.
Da kann ich nur begeistert zustimmen: Genau! Cannabisblüten haben wahrscheinlich schon in der Steinzeit gut geholfen!
Auf der Homepage von Bionorica findet sich übrigens folgender schöner Satz: "Bionorica schafft Bewusstsein für den Wert und die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel und macht damit die moderne Medizin jeden Tag ein Stück pflanzlicher."

Na dann!

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hanfpflanzen

Jeden Morgen!     7/2017

 

Ich rege mich auf. Jeden Morgen! Jeden Morgen rege ich mich auf und texte erstmal meine Umgebung zu. Und verwende Worte, die ich nicht mal denken will.

Ganz ehrlich? Ich hab genug von diesem Thema! Ich will nicht jeden Tag über Hanf nachdenken! Ich will mit niemandem diskutieren! Der Hanf kommt mir schon aus den Ohren raus! Links und rechts! Ich träume schon von dem Zeug! Kann man das nicht einfach legalisieren und fertig?! Damit ich meine Blüten einfach auch mal wieder genießen kann ... Ich bin nämlich schon groß, ich kann ganz gut auf mich selbst aufpassen! In Deutschland darf man ja auch Auto fahren, obwohl das nicht gänzlich ungefährlich ist. Oder im Schützenverein rumballern. Oder Tabletten schlucken, die den Magen zerstören.

 

Ich kann das schon! Mit welchem Recht klaut ihr mir meine Zeit?! Ich will endlich mal nicht über Hanf reden. Aber das kann man doch nicht so stehen lassen. Da muss man doch was tun! Da muss man doch aufstehen und diskutieren. Und nerven, bis es geschafft ist! Ätzend!

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Polizeiauto mit Hanfblatt - Holzspielzeug: Cannabis eine Einstiegsdroge? Frau Mortler, Sie sollten doch wissen, dass diese These längst von der Wissenschaft widerlegt wurde.

 Aha, die Frau Mortler ...     5/2017

 

Frau Mortler, die deutsche Bundesdrogenbeauftragte, sprach mal wieder Altbekanntes. Nämlich in etwa: Cannabis ist eine Einstiegsdroge. Basta!

Davon ist sie nicht abzubringen. Der CSU-Politikerin ist mit Argumenten einfach nicht beizukommen! Sowas ... Werde die CSU ab jetzt nur noch "Bierpartei" nennen. Nach den heiteren, feucht-fröhlichen Fernseh-Bildern aus der Faschingszeit und vom Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus ... Und vielleicht auch, um die CSU von der FDP abzugrenzen, die neuerdings Werbung für die Legalisierung von Cannabis macht. Die Verräter!

 

Meine Meinung:

 

Die ersten Drogen, mit denen Kinder in Berührung kommen, sind Alkohol und Tabak. Nicht nur durch Werbung und öffentlichen Bieranstich. Schon im Mutterleib geht's los: So ein alkoholfreies Bier darf bis zu 0,5 % Alkohol enthalten. Fruchtsäfte bis zu 0,3 %. Und selbst wenn die eigenen Eltern selbst nicht rauchen - am Kindergarten-Eingang stehen immer zuverlässig mindestens zwei rauchende Erziehungsberechtigte, die gern auch ein bisschen Qualm an Fremdkinder abgeben. Hust! Nutzhanf-Tee hingegen enthält ... ups ... bis zu 0,2 % THC ...

 

Vielleicht wird Alkohol von Frau Mortler einfach deshalb nicht als Einstiegsdroge gesehen, weil der Alk-Konsument nicht extra einen Dealer aufsuchen muss, um sich das begehrte Rauschmaterial zu besorgen. Dann hat sich das mit Cannabis als Einstiegsdroge ja Gott sei Dank bald erledigt: Immer mehr deutsche Kiffer bauen ihre Hanfpflanzen lieber selbst an, statt in dunklen Gassen ekeliges Schimmel-Gras oder gestrecktes Haschisch zu kaufen. Besser wäre aber: Legalisieren!

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Nein, das ist kein Hanf, sondern Fingerkraut. Aber es ist fast genauso hübsch. Nur lange nicht so vielseitig wie Hanf!

Hanf auf die Felder!     5/2017

 

Nein, das auf dem Foto ist kein Hanf, sondern Fingerkraut. Kriechendes Fingerkraut, um genau zu sein. Die Blätter dieser Pflanze haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des Hanfs, ansonsten gibt es aber eher weniger Übereinstimmungen. Das Fingerkraut wird vielleicht 20 Zentimeter hoch. So eine Faser-Hanfpflanze kann schon mal 4 Meter in die Höhe wachsen. Und stabiler ist die Faser auch. Eine Menge Grün bildet ein Hanffeld heraus. Aus einem Kilo Samen wächst schon mal eine Tonne Pflanzenmaterial. Außerdem kann man die (gesunden) Samen der Hanfpflanze - die Nüsschen - essen oder Öl daraus gewinnen. Auch hier dürfte das Fingerkraut ziemlich abstinken. Die gelben Fingerkraut-Blüten und die fingerförmigen Blätter machen sich hübsch im Garten. Aber für Tees oder als Medizin sind sie vermutlich auch unbrauchbar. Zudem reichen die Wurzeln der Hanfpflanze weit hinunter in den Boden und lockern ihn ordentlich auf - für die nächsten Pflanzen. Okay, das Fingerkraut hat ziemlich dicke Wurzeln, die schon mal einen steilen Hang "festhalten" können, aber ...

 

Ja, der Hanf hat einfach viel mehr zu bieten!!! Und er riecht so gut ...

 

Deshalb wird er ja auch so oft angebaut. Äh ... nee, eigentlich fast überhaupt nicht. Warum bloß? Der Hanf ist eine wunderbare und recht anspruchslose Pflanze, die auch in unseren Breiten gut gedeihen kann. Und verboten ist der Anbau ja nicht ... Vielleicht liegt es daran, dass der Anbau irgendwie doch ein bisschen verboten und irgendwie doch ein bisschen ungewollt ist. Denn nicht jeder Bauer darf Nutzhanf anbauen. Und die Bauern, die ihn anbauen, dürfen auch nur zertifiziertes Saatgut verwenden. Sie dürfen also nicht das eigene, geerntete Saatgut nutzen. Weil die Möglichkeit besteht, dass im nächsten Jahr vielleicht ein Zehntel-Prozent mehr THC im Hanf ist. Logisch, dass zertifiziertes Saatgut ziemlich teuer ist - zumal es bisher nach Deutschland importiert werden muss. Es gibt noch keinen ortsansässigen Anbieter oder gar Produzenten. Kurz vor der Ernte muss dann noch von staatlicher Seite her getestet werden, wie viel THC tatsächlich in den Hanfblüten auf den Feldern zu finden ist. Vorher darf nicht abgeerntet werden. Klar schreckt das viele Bauern ab. Und natürlich ist es fraglich, ob sich der Anbau auf diese Weise für den Bauern überhaupt lohnt. Spontaneität kennt der Hanfbauer jedenfalls nicht.

 

Diese Vorgehensweise sollte doch irgendwie verboten werden ...

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Hanf-Kinderzeichnungen: Ich habe meine Nichte Klara-Fernanda gebeten, mir dieses Jahr zum Geburtstag mal ein sinnvolles Motiv zu zeichnen: ein Hanfblatt zum Beispiel!

Zum Geburtstag ein Hanfblatt     4/2017

 

Ich habe meine kleine Nichte Klara-Fernanda gebeten, mir dieses Jahr zum Geburtstag mal kein Hund-Katze-Maus-Bild zu zeichnen, sondern was anderes, das man nicht erkennt. Ein Hanfblatt zum Beispiel. Was habe ich bekommen? Ein Hund-Katze-Maus-Bild!

Also habe ich mir das Mädel mal zur Brust genommen und gefragt, wie sie sich das vorstellt ... mit uns beiden. Wenn sie nicht mal in der Lage ist, mir ein Hanfblatt zu zeichnen. Stattdessen so ein unnützes Zeug ... Dach mit schiefem Schornstein und so ... Sie hat angefangen zu heulen und gesagt, dass sie gar nicht weiß, wie ein Hanfblatt aussieht. Kein Problem! Wenn das alles ist ... Ich hab ihr mal 'nen Stapel Bücher auf den Tisch gelegt. Bitteschön!

Klara-Fernanda hat mir dann ein Hanfblatt gemalt. Hat man kein bisschen erkannt. Also haben wir drüber gesprochen, wie das Blatt eigentlich aussieht - rein formensprachlerisch. Vielleicht wie eine Hand ... mit ganz vielen Zacken ... alles läuft auf einen mittleren, imaginären Punkt zusammen ... außen sind die Blätter ganz spitz ... Ist doch keine Sonnenblume, so ein Hanfblatt! Als ich fertig mit dem Erklären war ... war Klara-Fernanda eingeschlafen. Mir doch egal! Musste sie trotzdem nochmal ran. Das zehnte Bild war dann auch nicht wirklich besser. Dabei ist Klara-Fernanda schon 3 1/2. Naja, ich hab ihr dann ein Ausmal-Hanfblatt gezeichnet ...

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

TÜ-TE - Achtung Gefahr! Achtung bei der KFZ-Kennzeichen-Wahl!

 Hanf-Patient müsste man sein     4/2017

 

Hanf-Patient müsste man sein ... Dann dürfte ... nee, müsste man endlich jeden Tag kiffen. Das wäre toll! Und selbst wenn das Zeug nach 2 Wochen nicht mehr so reinknallen würde ... und selbst wenn man nach 2 Wochen keinen Bock mehr auf Rausch hätte ... und selbst wenn man nach 2 Wochen immer noch jedes Mal genervt nach Zuschauern Ausschau halten würde, wenn man in der Öffentlichkeit konsumieren müsste, weil man in der Büro-Kaffee-Pause nicht mal eben schnell heim fahren könnte ...

Okay, aber toll wäre es schon ... weil man sich endlich ein Nummernschild mit TÜ:TE oder HAS:CH besorgen könnte, wenn man zufällig in Tübingen oder irgendwo in Franken wohnt.

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

 

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

lachende Weinprinzessin - Alkohol verniedlichen, verharmlosen, verherrlichen - Folklore sells

Weinprinzessin mit 16     4/2017

 

Ich lese mal wieder von einer 16-jährigen Weinprinzessin. Dass derlei Hoheiten im Dienste der Tourismus- und Weinvermarktung - diese niedlichen, bebrüsteten Weinmaskottchen im traditionellen Trachtenlook - selten älter als 25 sind, ist bekannt. Aber 16? Mit 15 dürfte das Mädel noch nicht mal Wein kaufen. Aber so eine Weinprinzessin steht freilich für Genuss und nicht für exzessiven Drogenkonsum. Klar ...

Irgendwann kommen sie mit Kinder-Weinprinzesschen. Die sind nämlich noch viel niedlicher, die Minis. Wie Schneewittchen. Die war mit ihren 7 Jahren tausendmal schöner und lieblicher als ihre böse Stiefmutter. Und hat den Sieben Zwergen trotzdem ordentlich den Wein weggesoffen. Ohne mit der Wimper zu zucken.

Mein Vorschlag: Wie wäre es denn mal mit einer dicken Wein-Omi?! Wo es doch nicht nur liebliche, junge Weine gibt, sondern auch schwere, tiefgründige Tropfen. So einer alten Schachtel kauft man wenigstens halbwegs ab, dass Rotwein ein langes Leben begünstigt. Die jungen Mädels könnten dann Werbung für roten Traubensaft machen. Der ist nämlich noch gesünder als Rotwein. Flüster: Weil kein Wein drin ist ...

 

Hanfige Grüße,

 

Eure Thea Zeh

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Wir weisen darauf hin, dass es sich bei Thea Zeh um eine erdachte Satire-Figur handelt.